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Samstag, 04. Februar 2012

Baugestaltung und Entwicklung

Brokhauser Teich

Brokhausen hat eine nachhaltige, dem wirklichen Bedarf entsprechende Siedlungsentwicklung. Brokhausen hat nicht die auf engstem Raum projektierte und nur auf Gewinn orientierte Bauträgerbebauung. Die Bebauung ist langsam und nach dem Bedarf gewachsen.

Neue Häuser, wie hier das Haus der Familie Kaminski an der Brokhauser Straße, passen sich gut der alten Umgebung und Bebauung an.

Bauträger haben hier keine Chance!

Eine Idylle, die zum Verweilen einlädt.

Brokhausen hat im Dorfzentrum einen schönen historischen Dorfkern mit alten Bruchstein- und Fachwerkhäusern sowie einem großen Dorfteich, der parkähnlich angelegt ist und von altem Baumbestand und teilweise von einer alten Bruchsteinmauer eingegrenzt wird.

 

Bushaltestelle

Brokhausen hat die Endhaltestelle der Stadtbuslinie 703, die Anfang der neunziger Jahre, teils in Eigenleistung und teils mit Mitteln aus dem "Dorferneuerungsprogramm" errichtet wurde.

Nicht nur Warthäuschen, sondern auch Rastplatz für Wanderer und Radfahrer hat eine Neubausiedlung, die den alten Dorfkern harmonisch erweitert und abrundet.

Brokhausen hat auch eine Bausünde aus den siebziger Jahren, nämlich  ein zu groß geratenes Mehrfamilienhaus mitten im Zentrum, an einer Stelle, wo bis 1973 die alte Brokhauser Schule stand.

Es ist zwar schade, dass das alte Fachwerkhaus dem damaligen Zeitgeist weichen mußte, aber jede Zeitepoche hat ihre Denkmäler und Erinnerungen, die man akzeptieren sollte!

Grüngestaltung und Entwicklung

Hof Ostmann

Bürger friedigen ihre Grundstücke wieder mit Natursteinmauern und Hainebuchenhecken ein. Auch alter Baumbestand wurde bei der Neubebauung erhalten.

Auch in diesem Jahr haben sich wieder Bürger an der von der Stadt Detmold angeregten Baumpflanzaktion beteiligt. Es wurden alte hochstämmige Obstbaumsorten an Nebenstraßen und auf privaten Grundstücken gepflanzt.

An der Gemarkungsgrenze im Südosten, dort wo der Broker Bach fließt, befinden sich mehrere kleine, extensiv bewirtschaftete Fischteiche. Der Bachlauf wurde beidseits mit Erlen bepflanzt und eine Bensonhecke angelegt.

Am Ortsausgang in Richtung Barntruper Straße befindet sich eine alte Kötterstätte, die z. Z. nach altem Vorbild renoviert wird. Auch die Einfriedigung mit Hecken entspricht alten Vorgaben. Hinter der Stätte befindet sich eine naturbelassene Feuchtwiese, wo noch Schlüsselblumen blühen.

Breokser Friens Euke

v. l. Detlev Hölter, Alfons Schneider, Richard Falkemeier u. Friedhelm Schnittger

10 Jahre nach dem Krieg 1870/71 wurden 1881 in Deutschland  abertausende Friedenseichen, so auch in Brokhausen an der Brokhauser Straße,  Abzw. Holzstraße, gepflanzt. Fürst Bismarck, der auch der eiserne Kanzler genannt wurde, hatte sie aus seinem Sachsenwald gespendet. 

Die Eiche sollte ein

?Denk - mal -  an  - den - Frieden?

symbolisieren.

Der Baum muss aber seinen Sinn nicht erfüllt haben, denn seit der Pflanzung ist die Welt ein gutes Jahrhundert älter geworden und hat, trotz Friedenseichen, die größten Kriege aller Zeiten erlebt. Um den Sinn des Baumes der Bevölkerung näher zu bringen, hat Harold Hölter, ein alter Brokhauser und Bewahrer der lippischen Mundart, im Jahre 1987 eine Gedenktafel mit der Aufschrift

 ?Breokser Friens Euke? 

geschnitzt und an der Eiche aufgestellt. Sein Ziel war es, auch späteren Generationen den Sinn des Baumes zu vermitteln:              

Nämlich Frieden zu stiften.

 

Wahrscheinlich vor Gram, weil es auch der Tafel nicht gelungen ist, Kriege zu verhindern, ist sie im Laufe der Jahre marode geworden und bedurfte daher dringend der Überholung.  Der Sohn des Stifters, Detlev Hölter, hat sich nun die Mühe gemacht, die Gedenktafel im Sinne seines Vaters wieder herzustellen und mit Unterstützung des Heimatvereines und Hartmut Schneider, der die Holzpfosten und Konsolen stiftete, am alten Ort wieder aufzustellen.  Die Aktivisten hoffen nun, dass der Baum und die Gedenktafel noch lange an diesem Ort stehen werden. Von der Friedenseiche sind sicherlich auch in Zukunft keine Impulse für den Weltfrieden zu erwarten, aber vielleicht doch für das friedliche Miteinander der Menschen vor Ort.