Stickoxid- / Feinstaubmessung in Brokhausen

Seit heute erfolgt in der Detmold-Brokhausener Wetterstation auch eine kontinuierliche Stickoxid-/Feinstaubmessung.

Verursacher für hohen Feinstaub sind übrigens Holzöfen und nicht wie oft in den Medien zu lesen der Verkehr. Erstere sind die Hauptverursacher für die katastrophalen Feinstaubwerte, welche durch das Verbrennen von Holz oder Pellets verursacht werden.

Die aktuellen Werte werden hier auf der Brokhauser Internetseite angezeigt. Die Feinstaubampel signalisiert auch mittels der Farbe, wenn Grenzwerte überschritten werden. Die Daten werden auch auf der Feinstaubkarte von luftdaten.info veröffentlicht.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat einen Grenzwert im Jahresdurchschnitt für PM2,5 mit 10 µg/m³ bzw. für PM10 = 20 µg/m³ empfohlen. Als Tagesdurchschnitt gibt die WHO bei maximal drei Überschreitungen pro Jahr die Grenzwerte für PM2,5 mit 25 µg/m³ bzw. für PM10 mit 50 µg/m³ als Empfehlung an (Quelle: Weltgesundheitsorganisation Air Quality Guidelines). Die negativen gesundheitlichen Wirkungen setzen nicht erst oberhalb bestehender Grenzwerte ein. Die Wirkung ist personenabhängig und Kinder sind z. B. stärker betroffen als Erwachsene. Experten gehen davon aus, dass es kein Level gibt, unterhalb dem kein gesundheitlicher Effekt mehr nachweisbar wäre (No Observed Adverse Effect Level).

Hier ein Beispiel der Feinstaubwerte vom 26.04.2019 aus Detmold-Brokhausen, welche zeigen, dass wenn es kälter wird die Feinstaubwerte Abends, wenn die Holzöfen angefeuert werden, mit über 450 µg/m³ (Einzelspitzenwerte: 687,4 µg/m³) bei PM10 bzw. über 100 µg/m³ bei PM 2,5 massiv mehr um das neun- bzw. vierzehnfache über den Grenzwerten liegen und das definitiv nicht zu den Hauptverkehrszeiten, zumal Brokhausen ohnehin nicht an einer Verkehrsader liegt und der Sensor auch nicht an einer Straße gelegen ist:

Ein anderes anschauliches Beispiel für die Umweltverschmutzung durch Holzöfen ist, dass z. B. selbst bei den Osterfeuern letzte Woche deutlich geringere Feinstaubwerte gemessen wurden. Bei den Osterfeuern war es nämlich wärmer und es wurden somit weniger Holzöfen zum Heizen genutzt. Somit war die Umweltverschmutzung an diesem Tag geringer als an Tagen wo geheizt wird.

Diese Karte kann hier aufgerufen werden: luftdaten.info (einfach in der Karte auf das Symbol für Brokhausen klicken und dann auf die Sensor-Nummer #24499) oder alternativ hier: https://feinstaub.rexfue.de/24499

Bei Interesse gibt es zahlreiche Artikel zu diesem Thema wie hier auf Spiegel.de, bei T-Online.de oder dem Umweltbundesamt. Sehr interessant ist auch dieser Artikel: Die Lüge vom ökologischen Holzofen

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